Abgeschlossene Projekte

Jugendkongress "Nachhaltigkeit ist tot? - Wir beleben sie wieder!"


Nachhaltigkeit wird in der Öffentlichkeit kaum noch diskutiert, lieber spricht man von Generationengerechtigkeit, Zukunftsbewußtsein oder langfristigem Handeln. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat ein schwerwiegendes PR Problem, weil niemand so richtig weiß, was er macht und das Wort „Nachhaltige Entwicklung“ in so unterschiedlichen Konnotationen vorkommt, dass man darunter alles und jedes verstehen kann.

Leider gibt es auch keine Strukturen innerhalb der NGO-Szene, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit beschäftigt. Für einzelne Politikfelder (z.B. Umweltschutz, soziale Sicherungssysteme, Staatschulden) gibt es Vereine und Verbände, aber wenige Organisationen beschäftigen sich mit dem ganzen Feld der Nachhaltigkeit.

YOIS wollte das mit der Jugendkonferenz "Nachhaltigkeit ist tot - Wir beleben sie wieder!" am 9.-11. Dezember in Lüneburg ändern. Rund 30 junge Aktivisten mehrerer Organisationen diskutierten, welche Chancen und Probleme vor uns stehen und arbeiteten an gemeinsamen Aktionsplänen für neue gemeinsame Aktivitäten.

Eine Dokumentation findet ihr bald hier.

 

Jugend-Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland (2005/06)


Mit dem "Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010" (kurz: NAP) hat sich die Bundesregierung vorgenommen, bessere Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen - und hat Jugendliche gebeten, ihre Meinung zum NAP zu sagen. Im Herbst 2005 begann ein Team aktiver Jugendlicher unter Federführung der Servicestelle Jugendbeteiligung damit, Kinder- und Jugendprojekte in Deutschland zu unterstützen, zu vernetzen und neu zu initiieren. Gemeinsam mit diesen aktiven Jugendlichen wurde dann im Hauruck-Verfahren ein NAP-Jugendreport erarbeitet, der im April 2006 an das Bundesjugendministerium überreicht wurde. Das Bundeskabinett will die Vorstellungen der Jugendlichen bei ihrer Arbeit berücksichtigen (siehe ein paar offizielle Statements hier).

YOIS war bei diesem Projekt für das NAP-Kapitel "Internationale Verpflichtungen" verantwortlich, in dem es wesentlich um die kinderrelevanten Bereiche der UN-Millenniumsziele ging. Dazu trug YOIS zahlreiche laufende Projekte zu diesem Bereich zusammen, um sie über die Möglichkeiten des NAP breiter öffentlich bekannt zu machen. Einige Projekte konnten auch durch Mikroförderung aus dem NAP-Geldtopf finanziell unterstützt werden.

Auch der NAP-Jugendreport wurde wesentlich durch YOIS geprägt: bei den Kapiteln über Internationale Verpflichtungen und über Jugendpartizipation waren YOIS-Aktivisten führend involviert. Ein besonderes Verdienst: In der Präambel des Jugendreports wird explizit auf das Thema der ökologischen und wirtschaftlichen Generationengerechtigkeit hingewiesen - ein toller Erfolg, denn bisher fehlte das Thema im NAP vollkommen. Eine zweite Phase des Prozesses zur Jugend-Partizipation am NAP läuft derzeit an. Mehr...

Ansprechpartner: Wolfgang Gründinger

 

Workshop zu den UN-Millenniumzielen bei "Berlin 05"

Am 10./11. Juni fand in Berlin ein YOIS-Workshop zu den Millenniumzielen (UNO-Ziele zur Bekämpfung von Armut) statt, davon auch ein Teil in englischer Sprache mit Aktivisten aus Afrika. In einer UNO-Simulation erfuhren die Jugendlichen in spannender Weise, wie es ist, als Politiker und Staatenlenker seine "nationalen Interessen" vorn anzustellen und über Armutsbekämpfung zu verhandeln. Der Workshop fand im Rahmen des vom Bundesjugendministerium, dem Bundesjugendring und der Bundeszentrale für politische Bildung organisierten "Berlin05"-Festivals statt, das den Abschluss für die Jugendpartizipations-Kampagne Projekt P" bildete. Hier der Bericht des YOIS-Aktivisten Andreas May inkl. Fotos.

 
Profil!

Profil! - Ansichten der Generation P

"Jugendliche sind faul, unpolitisch und bewirken keine Veränderungen, sondern dämmern einfach nur vor sich hin." Um diese landläufige Meinung zu widerlegen, haben junge Autorinnen und Autoren das Buch "Profil! - Ansichten der Generation P" geschrieben. Sie porträtieren dabei 14 Gleichaltrige zwischen Pop und Politik, zwischen Posen und Protest - die mit ihren Projekten unkonventionell die Welt verändert haben. Dabei wird authentisch jedes private oder professionelle "P" gezeigt. Die Autoren beschreiben anschaulich, dass die "Generation P" kaum noch wirkliche Gemeinsamkeiten hat. Sie tritt dennoch als eine Generation auf, indem sie Projekte macht statt in Strukturen zu investieren, Teams wählt statt Hierarchien, Dynamik hat statt abzuwarten…

Wichtig war den Machern des Buches, dass die portraitierten Personen etwas realisiert haben, das innovativ und nachhaltig zugleich ist. Sie wollen keine "aalglatten Übermenschen" zeigen, die in der Perfektion ihres Engagements unerreichbar sind. Sie wollen in möglichst einfachem, schlichten Stil eine zufällige Auswahl junger Menschen zeigen, die gute Ideen hatten, Mitstreiter gefunden und Projekte gestartet haben, die am Ende von Erfolg gekrönt waren. Der Leser soll auch erfahren, wo es Schwierigkeiten gab, wo Geld fehlte, wo sich Freunde zerstritten haben, wo Projekte beinahe gescheitert sind. Alles andere ist nicht glaubwürdig, denn die vielen Jugendlichen, die sich heute engagieren, machen selber die Erfahrung, dass Projekte nicht immer glatt laufen, sondern mitunter sehr lange brauchen, bis sie Effekte erzielen.

Besonders schön für YOIS: Der 21jährige Regensburger YOIS-Aktivist Wolfgang Gründinger ist ebenfalls mit einem Porträt in dem Buch vertreten. Dies zeigt, wie sehr die Arbeit von YOIS Früchte trägt und in die Politik und die Öffentlichkeit hineinwirkt.

Das Buch ist im Kohlibri-Verlag erschienen und für 8,90 Euro zu haben. Mehr Infos unter http://www.generation-p.de

 

Vertretung auf dem UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Genf 2003

Vom 10. bis 12. Dezember 2003 fand in Genf der Weltgipfel der Vereinten Nationen zur Informationsgesellschaft (WSIS) statt. Dort berieten die Vereinten Nationen über Fragen wie der Bedeutung von Wissen im 21. Jahrhundert, den Ungleichgewichten im Zugang zu modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und der Zukunft von Formen digitaler Demokratie. YOIS-Vertreter waren vor Ort, um auf die Gespräche einzuwirken und den Standpunkt der Jugend zu formulieren. Bereits bei der UN-Vorbereitungskonferenz im Juli 2002 in Bukarest und anderen Tagungen und Diskussionen im Vorfeld des Gipfels war YOIS vertreten.

 

Seminar "What's a Sustainable Europe?"
(Schney 2003)



Europa gibt sich eine Verfassung – ein historischer Meilenstein. Doch: Wie ist es um die Generationengerechtigkeit in Europa bestellt? Haben künftige Generationen die gleichen Lebenschancen wie heute? In einem internationalen Seminar von YOIS Bayern und AEGEE Bayreuth sind 30 Jugendliche aus zehn europäischen Nationen diesen Fragen nachgegangen. Zusammen mit Thomas Schiller von der Europa-Abteilung der bayerischen Staatskanzlei haben sie sich am Wochenende vom 5.-7. Dezember 2003 mit Jugendpolitik, Agrar- und Energiepolitik, Staatsfinanzen, Bildungspolitik und europäischer Identität sowie der EU-Verfassung beschäftigt. Eine Dokumentation der Seminarergebnisse ist auf dem Weg.

 

Kampagne für Jugendvertreter im Nachhaltigkeitsrat erfolreich

Die YOIS-Kampagne für einen Jugendvertreter im Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung zeigte endlich Wirkung: Als der bayerische YOIS-Aktivist Karsten Wenzlaff in Berlin Kanzler Schröder vor laufender Fernsehkamera fragte, warum kein Jugendlicher im Rat sitze, versprach Schröder, Abhilfe zu schaffen. Seit kurzem ist daher VIVA-Moderator Tobias Schlegl im Nachhaltigkeitsrat, um dort die Jugend zu repräsentieren. YOIS hat mit Tobi bereits Kontakt aufgenommen und wird gemeinsame Projekte vorschlagen.

 

Buch "Wh@t's next?"


YOIS publizierte 2003 an einem Buch mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft. Es erschien in englischer Sprache und enthält 30 Beiträge von jungen Autoren aus aller Welt zu Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Kultur in einer Informationsgesellschaft beinhalten. Die offizielle Vorstellung des Buches erfolgte auf dem UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) vom 10.-12. Dezember 2003 in Genf.
Bestellen... (Preis: 7,50 €)

 

Seminar „Vision Informations-gesellschaft"

Alle Welt redet von der „Wissensgesellschaft“ und der „digitalen Revolution“ – doch die Hälfte der Menschheit hat noch nie telefoniert. Die digitale Kluft zwischen Arm und Reich, wächst, und damit werden auch Chancen auf eine nachhaltige Entwicklung vertan. Anlässlich des ersten UN-Gipfels zur Informationsgesellschaft haben sich 80 junge und junggebliebene Menschen vom 31.10.-2.11.2003 an der Evangelischen Akademie Schloss Tutzing mit diesen Problemen auseinandergesetzt. Dabei bekamen wir fachkundige Unterstützung von europaweit führenden Fachleuten wie Prof. Radermacher und Prof. E.U. von Weizsäcker. YOIS war seit Anfang an auf den Vorbereitungskonferenzen zum Weltgipfel aktiv vertreten, um dort das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Im Endspurt für den Weltgipfel organisierte YOIS und der Stiftung Weltvertrag ein hochkarätig besetztes Symposium. Das österreichische Bundeskanzleramt gratulierte uns für diese Veranstaltung als "das beste Seminar zum Gipfel".

 

Proday 2003: Jugendliche überwinden die digitale Kluft

Proday ist ein weltweites internetbasiertes Netzwerk, mit dessen Hilfe sich Schulen und junge Menschen für nachhaltige Entwicklung einsetzen und an der Gestaltung ihrer Zukunft mitwirken. In thematischer Anlehnung an große UN-Weltkonferenzen werden über Proday Projekte erarbeitet, die jeweils um den 5. Juni, dem internationalen Tag der Umwelt, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Schirmherr von Proday ist UNEP-Direktor Prof. Klaus Töpfer. Proday 2003 orientiert sich am "Weltgipfel zur Informationsgesellschaft", der im Dezember 2003 in Genf stattfindet, und lädt weltweit Schulen und junge Menschen, Lehrer und Schüler zur Beteiligung ein. Zentrales Element von Proday 2003 ist der Aufbau von Nord-Süd-Schulpartnerschaften, die gemeinsame Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Entwicklung und Bildung für Nachhaltigkeit durchführen. Informationstechnologien fördern die Kommunikation und Zusammenarbeit der Partnerschulen - der Anschluss an die Informationstechnologien wird deshalb als Startpunkt für die Schulpartnerschaften von Proday unterstützt. Unter www.proday.org steht allen teilnehmenden Schulen eine Projektplattform zur Verfügung. In Diskussionsforen können Schüler ihre Erfahrungen austauschen und ihre Ideen und Beiträge auf einer für jede Schule reservierten Seite eigenständig veröffentlichen. Außerdem werden zu Themenschwerpunkte pädagogisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien und die entsprechenden Deklarationen der Vereinten Nationen vorgestellt.

 

Proday 2002 - 10 Jahre nach Rio

Zehn Jahre nach der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung, dem "Erdgipfel" in Rio de Janeiro setzen sich Schüler und Lehrer an über 1000 Schulen aus aller Welt mit Fragen einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung auseinander. Sie erarbeiten Anregungen und Wünsche an die Konferenz Rio+10 im August/September 2002 in Johannesburg. In einer gemeinsamen weltweiten Aktion treten die Schulen am 5. Juni 2002 mit ihren Ergebnissen und Forderungen an die Öffentlichkeit. Die Wünsche der Schüler in 26 Sprachen werden in einer Broschüre veröffentlicht und an die teilnehmenden Schulen sowie an die Delegierten der Weltkonferenz verschickt. Die Schüler übergeben ihre Wünsche an die Spitzenpolitiker, die ihr Land in Johannesburg vertreten werden. Die Projektplattform www.proday.org ist ein lebendiger Marktplatz an Ideen und Kommunikation. Beteiligte Klassen und Schulen können in Diskussionsforen ihre Erfahrungen austauschen und ihre Ideen und Beiträge auf einer für jede Schule reservierten Seite eigenständig veröffentlichen. Schon im Vorfeld können so Aktionen Projekt-Ideen ausgetauscht werden, so dass eine globale Gruppendynamik und ein vernetztes Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat UNEP-Direktor Klaus Töpfer übernommen.

 

Demonstration gegen Riester-Rente in Berlin 2002

"Generationengerechtigkeit wird zu Grabe getragen", hieß es bei der politischen Kundgebung am 26.1.2002 vor dem Reichtagsgebäude in Berlin. Vertreter von YOIS protestierten gegen die Riester-Rentenreform und bezeichneten sie als ungerecht, intransparent und von kurzer Dauer. DER SPIEGEL berichtete mit einem Foto über unsere Demonstration.

 

Symposium "Was ist Generationen-gerechtigkeit?" in Tutzing 2002

Als Schlagwort hat "Generationengerechtigkeit" längst Eingang in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs gefunden. Seit den Anfängen der Umweltbewegung als Argument beschworen, vergeht inzwischen kaum eine Haushaltsdebatte, kaum eine Rentendebatte mehr, ohne dass Sparkurse und Rentenkürzungen mittels Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit gerechtfertigt werden. Der Begriff ist in UN-Deklarationen fixiert und wird bei Talkshows in allen möglichen Zusammenhängen diskutiert. Dabei bleiben eine klare Definition und eine seriöse Auseinandersetzung mit dem, was Generationengerechtigkeit eigentlich meint und ist, auf der Strecke. Deshalb veranstaltete YOIS am 5.-7. Juli 2002 ein Symposium, bei dem Fachleute und Politiker zusammen mit Jugendlichen und älteren Menschen diskutierten, was Generationengerechtigkeit bedeutet. Der Philosoph Prof. Dr. Christoph Lumer, der Jurist Prof. Dr. Kay Waechter, der Ökonom Dr. Herwig Unnerstall, der Soziologe Prof. Dr. Peter Grottian, der Soziologe Prof. Dr. Ortwin Renn, der Mathematiker und Ökonom Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Dr. Clark Wolf von der University of Georgia sowie der Stiftungssprecher Jörg Tremmel garantierten die hohe fachliche Kompetenz. Das Schloss Tutzing bot dabei mit seiner Lage am Starnberger See und seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit als Wiege des Grundgesetzes den passenden Rahmen.

 

Tagung "Die blinden Flecken der Agenda 2010" in Regensburg 2004

Wie generationengerecht sind Schröders Reformen? Rund zwanzig Jugendliche gingen dieser Frage auf einer YOIS-Tagung in Regensburg am 12.-13. November nach. Für Zündstoff war gesorgt, denn die Referenten kamen aus den verschiedensten politischen Blickwinkeln. So diskutierte der Geschäftsführer der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, Tobias Kemnitzer, und der bayerische Juso-Chef Thomas Goger kontrovers, ob es denn überhaupt so etwas wie eine generationengerechte Wirtschaftspolitik gebe. Ranghohe Vertreter der Jugendverbände der Parteien lieferten Antworten auf die Frage, ob die Agenda 2010 eine Wohltat oder ein Verbrechen für künftige Generationen ist. Und Maike Sippel, Geschäftsführerin der Stiftung Weltvertrag, erörterte den Zusammenhang zwischen Globalisierung und Sozialreformen.

 

Generationendialog in Hamburg 2003

Um Nachhaltigkeit zu erreichen, ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens dafür nötig, der nicht im vielbeschworenen Kampf zwischen Jung und Alt, sondern nur im Dialog der Generationen erreicht werden kann. Daher hat YOIS zusammen mit dem Club of Rome einen Generationendialog in Hamburg initiiert. Mitglieder aller Altersschichten sollen am letzten April-Wochenende zusammenkommen, um über Ideen für neue "Generationenverträge" zu diskutieren. Dies könnte auch dazu beitragen, die Verantwortung jeder Generation für die andere und für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung stärker ins Bewusstsein zu rufen. Themen sind Ökologische Nachhaltigkeit, Finanzielle Nachhaltigkeit, die Verantwortung der Unternehmen, die Lösung des Demokratiedefizits (Repräsentation der unter 18jährigen) und Europäische Identität. Der Generationendialog brachte 40 Jugendliche zusammen, die sich innerhalb von anderthalb Tagen in mehreren Arbeitsgruppen auf verschiedene Themen vorbereiteten, um die Ergebnisse im Anschluss daran, im Plenum mit Vertretern der Eltern- und Großvatergeneration zu diskutieren. Danach werden die Jugendliche einen Tag lang die Gelegenheit bekommen, gemeinsam mit Entscheidungsträger der älteren Generationen Ideen für die Zukunft eines nachhaltigen Deutschland und Europa zu diskutieren. Dabei können sie sowohl Ideen für eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln, als auch Anforderungen an die älteren Generationen stellen.

 

Rentenkampagne

Da immer mehr selbsterklärte Vertreter der jungen Generation gegen den Generationenvertrag in der Rentenversicherung hetzen und mit der Rürup-Kommission eine weitere Reform des Rentensystems ansteht, hat sich YOIS Deutschland mit einem eigenen Rentenpapier in die Debatte eingeschaltet.Bei seiner Tagung an der Universität in Ulm hat der Bundesvorstand von YOIS Deutschland die "Zwölf Empfehlungen für eine generationengerechte Reform und dauerhafte Sicherung des Rentensystems", das sogenannte "Ulmer Papier", verabschiedet. In dem Papier bezieht YOIS klar Stellung zum Generationenvertrag und fordert eine solidarische Altersversorgung. Das Papier kann hier heruntergeladen werden.

 

YOIS vertritt Jugend beim Welt-Nachhaltigkeits-Gipfel in Johannesburg

Vertreter von YOIS haben mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt die Stimme der Jugend auf dem UN-Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (WSSD) vom 26. August bis 4. September 2002 im südafrikanischen Johannesburg repräsentiert. Unter anderem wirkten die YOIS-Vertreter an der Erarbeitung der Positionen der weltweiten Jugend zu Global Governance, Energie, Gesundheit und Capacity Building mit, trafen sich mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zu Gesprächen, pflanzten einen Hoffnungsbaum beim Elendsviertel Alexandra und vernetzten sich mit anderen Organisationen aus aller Welt. Die Wünsche der Jugendlichen aus aller Welt für den Weltgipfel, die von YOIS im Projekt Proday zusammengetragen und in 26 Sprachen übersetzt wurden, waren erstaunlich weit unter den Delegierten verbreitet - häufig sah man Delegierte mit der kopierten Liste von Forderungen in der Hand durch die Gänge laufen.Gespräche wurden u.a. geführt mit Werner Fornos (Präsident des Population Institute in Washington D.C.), Wolfgang Sachs vom Wuppertal Institut, Prof. Dr. Hartmut Graßl (Präsident des Max-Planck-Instituts für Meteorologie), Claude Fussler (Direktor World Business Council for Sustainable Development), Volker Hauff (Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung), Prof. Klaus Töpfer (UNEP-Direktor) und viele andere.

 

Youth Climate Summit 2001 in Bonn

Parallel zum UN-Weltklimagipfel 2001 in Bonn organisierte YOIS einen internationalen Jugendklimagipfel in Bonn organisiert, zu dem rund 60 Jugendliche aus 15 Ländern kamen. Die Schirmherrschaft übernahm EU-Kommissarin Margot Wallström. Prof. Dr. Max Tilzer von der Uni Konstanz, bundesweit anerkannter Klimaexperte, stellte in seinem einführenden Vortrag den wissenschaftlichen Hintergrund des Problems des Klimawandels dar. Auf dem Podium der diskutierten Dr. Paul E. Metz, dem Vorsitzenden der Unternehmer-Initiative e55 zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls, Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher vom FAW Ulm, Dr. Hermann E. Ott vom Wuppertal Institut, sowie Bernhard Raberger von der Uni St. Gallen über Wege zu einem besseren Klimaschutz. In den Arbeitskreisen "Wege zum Solarzeitalter", "Instrumente" und "Global Governance" erarbeiteten die Teilnehmer Positionen und Strategien für die Problematik des Klimawandels. Die Forderungen der Jugendlichen wurden in einer Resolution zusammengefasst und am Sonntagmorgen einstimmig verabschiedet. UNEP-Direktor Prof. Klaus Töpfer sprach am Samstag zu den Teilnehmern und unterstrich die Bedeutung des Handelns jedes Einzelnen als Beitrag zum Klimaschutz. Eine Demo brachte die Teilnehmer zum UN-Konferenzzentrum. Symbolisch zog die Jugend aus aller Welt an einem Strang, um die Erde zu retten. Die Teilnehmer übergaben ihre Resolution an den Pressesprecher der UN-Konferenz.